Jaaaaaaaaaaaaa, ihr habt richtig gelesen. Ich werde aufs Schlimmste vernachlässigt. Ich verwahrlose quasi gerade so vor mich hin. Um mich kümmert sich keiner. Niemand! Ich bin alleine, einsam und werde nicht beachtet! Vielleicht sollte ich PETA oder den Tierschutzverein um Hilfe bitten? Denn das ist sowas von gemein! Ein armer, verlassener, vernachlässigter Briard in Not!
Wie das kommt? Hab ich das vergessen zu sagen? Na dann passt mal auf, Freunde:

Also gut, ich hatte also alle freistehenden Stellen meines Luxuskörpers einer ausgiebigen Pflege unterzogen und begleitete mein völlig geschocktes Frauchen zurück zum Auto. Da bemerkte ich es. Ein latentes Zwicken zwischen meinen empfindlichen Briardzehenzwischenräumen. Beim Laufen.
Und auch beim Stehen, beim Sitzen und beim Liegen. Mein zum Gassigehen abgestellter Zweibeiner hat ja die Feinfühligkeit eines Dinosauriers und bemerkte natürlich wieder mal rein gar nichts. Ich litt Höllenqualen! Und Frauchen machte weiter mit der Tagesordnung, als ob nichts ungewöhnliches passiert wäre. Pffffffffffffff.
Zuhause wurde der völlig verschmutzte Schmutzanzug vom verschmutzten Briard entfernt und der leicht schlammige, sensible, besonders an den Pfoten empfindliche Canide einer Reinigungsprozedur unterzogen, bei der ein Gartenschlauch eine nicht unerhebliche Rolle spielte und sich ein völlig entnervtes, durchnässtes Frauchen kurz vor einem hysterischen Anfall befand. Danach kam ein Fön zum Einsatz! Habe ich schonmal erwähnt, dass ich Fönen fast genauso hasse, wie gewaschen zu werden? Nicht? Es ist so! Ich werde dann missmutig und muss mich im nassen Zustand unbedingt an Frauchens Jeans abtrocknen! Da kann ich einfach nicht anders.
ABER: zurück zu den empfindlichen Briardfüssen! Trotz Gartenschlauch hat es der zweibeinige Schussel versäumt, sich meine Pfoten anzusehen und ein eingetrocknetes, mit dem Fell verklebtes Stückchen Schlamm übersehen. Das bereitete mir extreme Schmerzen und Unbehagen. Und erst, als ich ihr den misshandelten Fuss quasi auf den Tisch knallte, kapierte sie, welchen Qualen ich ausgesetzt war. Sie fummelte ein wenig zwischen meinen Zehen rum und zupfte den Schlammbrocken, quasi groß wie ein Felsen, aus meinen Zehenzwischenräumen. Und dann kam es! Der Satz, den ich bis jetzt nicht verwinden konnte und der mich bis ins Innerste getroffen hat: "Du Weichei, das ist so klein, das konntest Du gar nicht spüren! Machen wir einen auf Simulant, um einen Keks abzugreifen?"
Als ob ich sowas nötig hätte und tun würde! Aber den Keks, den sie mir hinhielt, habe ich doch gegessen. Gegen den Schmerz, körperlich und seelisch!!!!!!!!!!!!!!!