Samstag, 31. Oktober 2015

Warum man einen Briard braucht ?


Zuallererst verstehe ich diese Frage nicht! Das ist eigentlich selbsterklärend! Aber mein Personal stellt mir diese Frage ständig, besonders nach Spaziergängen, bei denen ich ein Ästchen im Fell hängen habe und stocksteif stehen bleibe, bis das corpus delicti entfernt wurde. Meist kommen dann Ihrerseits Kommentare wie 'Schafe hüten in den Bergen, hmhm.....', ich verstehe nicht, was das mit der halben Eiche in meinem Fell zu tun haben soll.
Oder wenn sie das traditionsreiche Ritual der Reinigung der Briard-Füsse nach Moorpackungen durchführt und mit einer Träne im Augenwinkel auf ihren Fussboden schielt, der anschliessend von ihr gefeudelt werden muss. Wobei ich finde, dass ein paar Schlammspuren quer durchs Haus noch kein Grund für grössere Putzaktionen sind. 
Neulich habe ich ihr bei Gartenarbeiten gute Ratschläge gegeben und bin ihr zwecks Aufsicht nicht von der Seite gewichen. Ich habe genau beobachtet, wo sie den Rechen ansetzt und wann das vertikutierte Moos die richtige Höhe hat. Als sie es endlich richtig gemacht hatte und ich ihr ein wenig zur Hand ging, fing sie an leise vor sich hinzuweinen 😳 dabei hatte ich nur die Hälfte des Mooses im Fell. Das fand ich ja wieder völlig übertrieben. Unser Fußboden sah anschließend viel wohnlicher aus, mit den grünen Moosflocken drauf. Das nenne ich mal Farbensinn und Deko-Talent. 
Warum sie jetzt allerdings momentan schmollt, verstehe ich absolut nicht. Da trödelt sie seit Tagen an einer Stelle im Garten rum, schüttet da Erde drauf, macht diese platt und säht da Gras an. Total stolz steht sie dann vor den dünnen Grashälmchen, die da rauswachsen und grinst dämlich. Als ich mir das aber näher ansehen wollte und den Dingen auf den Grund ging, hat sie mich angebrüllt, ich solle meine riesigen Pfoten aus der Erde nehmen und meinen Rüssel nicht in ihre Angelegenheiten stecken! Ist doch wahr, menno, völlig übertriebene Reaktion!!! Frauen sind einfach nicht belastbar, wenn man ihnen nicht von Anfang an hilft.  

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