Montag, 25. November 2013

Romeo? Wer zum Teufel ist Romeo?


Mein Frauchen wird langsam vergesslich. In letzter Zeit nennt sie mich immer wieder mal Romeo. Wer soll denn dieser Romeo sein?

 Aber der Reihe nach…

Es begann alles damit, dass ich vor einiger Zeit beim Gassi gehen eine sehr nette Hundedame getroffen habe. Es war als hätte der Blitz eingeschlagen und ab ging die wilde Hetzjagd. Als liebenswerter, kultivierter und gepflegter Franzose habe ich mich natürlich von meiner besten Seite gezeigt, mich ihr mit aller gebotenen Vorsicht genähert und ihr ein bisschen beim Spazierengehen meinen Wald gezeigt.

 JETZT HABE ICH EINE FREUNDIN BEWUNDERIN!!!

 Ja - Ihr lest richtig, auch wenn es jetzt meinen tausenden von weiblichen Fans das Herz bricht, ich hoffe Ihr kommt darüber weg und haltet meinem Blog trotzdem die Treue.

 Ich kann wirklich gar nichts dafür. Gut, vielleicht habe ich ihr als liebenswerter, kultivierter und gepflegter Franzose immer wieder gelegentlich und unabsichtlich zu verstehen gegeben, dass, wenn ich neben meinen anderen vielfältigen Verpflichtungen Zeit habe, ich natürlich gerne das eine oder andere Mal mit ihr ausgehen würde. Ich will ihr doch nicht das Herz brechen Ich habe also eigentlich gar nichts gemacht.

 Vor Sehnsucht verzehrt, geht sie jetzt jeden Morgen an meinem unserem Haus vorbei.

 Aber als liebenswerter, kultivierter und gepflegter Franzose fühle ich mich natürlich geehrt will ich sie natürlich nicht enttäuschen und so könnten wir also quasi jeden Tag wenigstens kurz zusammen sein!

 „KÖNNTEN“ … wohlgemerkt.

 ABER die Spielverderberin das „beste Frauchen von allen“ schläft immer so lange. Gut, bis jetzt konnte sie sich ja darauf verlassen, dass ich mitschlafe alle anfallenden Morgenarbeiten für sie erledige. Aber die Zeiten ändern sich.

 Das Ziel meiner Sehnsucht Meine Bewunderin kommt eigentlich immer zu einer bestimmten Zeit vorbei, darauf könnte man sich doch einstellen, aber nein, - nicht meine Spaßbremse mein liebenswertes Frauchen.  Ich steh dann schon immer unten vor der Wohnzimmertür. Manchmal wache ich davon auf, wenn sie unten am Zaun steht. Sie seufzt dann immer ganz laut, Frauchen nennt das „piensen“, aber was versteht die schon. Ich melde mich natürlich auch sofort bleibe ganz cool und tue erst so als hätte ich sie nicht bemerkt. Damit sie nicht zu enttäuscht ist, gebe ich natürlich dann auch kurz Laut um ihr zu zeigen, dass ich auch da bin. Man hat ja schließlich einen Ruf zu verlieren, als liebenswerter, kultivierter und gepflegter Franzose.

Irgendwann muss sie dann mit ihrem Herrchen weitergehen. Wenn ich dann Stunden später endlich raus darf, ist sie natürlich schon weg.  Ich kann mich dann nur noch an den Zaun stellen  und in die Ferne blickend daran denken, wie schön es hätte sein können.  Ich geh dann natürlich sofort den Garten kontrollieren und mache mein äh – na das was Rüden halt am Morgen so machen. Es eilt ja nicht, denn sie kommt sicher wieder, um wenigstens einmal am Tag einen liebenswerten, kultivierten und gepflegten Franzosen zu sehen.

Manchmal aber nur manchmal Oft ist Frauchen auch schon auf, wenn meine Angebetete Bewunderin vorbeigeht, aber sie muss sich dann „noch für die Arbeit fertig machen“.

 DAAAAS DAUERT…

Immerhin macht sie vorher immer die Balkontür vor meinem unserem Schlafzimmer auf. Wegen dem eigenartigen Geruch, hat sie mal gesagt. Komisch ich habe hier im Haus von allen Mitbewohnern den besten Geruchssinn und ich finde es riecht morgens im Schlafzimmer gar nicht so schlimm. Sogar eigentlich richtig angenehm. Aber das sage ich ihr natürlich nicht, wenn es ihr Freude macht, soll sie es halt machen. Denn dann kann ich wenigstens auf den Balkon raus.

 Aber zurück zum Thema.

 Wenn meine Balkontür auf ist, positioniere ich mich auf den Balkon und blicke sehnsuchtsvoll an den Zaun über meine Ländereien. GAAANZ LÄSSIG…

Wenn SIE dann Gassigehtechnisch unten vorbeigeht, können wir uns sogar sehen. Sie steht dann am Zaun und blickt mich ganz liebevoll an und ich schmachte sie von oben an blicke cool auf sie hinunter.

 „Wie Romeo und Julia“meinte Frauchen. Typisch Futterspender, jetzt darf sie schon so lange mit mir zusammenleben und kann sich noch nicht mal meinen Namen merken, ich heiße doch gar nicht Romeo. Muss an der - für sie - frühen Morgenstunde liegen. Noch keinen Kaffee gehabt zu haben und sooo früh an der frischen Luft zu sein kann schon komische Veränderungen im Gehirn bewirken, habe ich mir wenigstens sagen lassen. Aber ich glaube ich muss mal nachschauen wer dieser Romeo eigentlich ist. Ich bin ja schließlich ein liebenswerter, kultivierter und gepflegter Franzose - nicht das bei meiner Bewunderin ein falscher Eindruck entsteht. Man hat ja einen Ruf zu verlieren. Und meine Hundedame heißt auch nicht Julia. Aber wie bringe ich das meinem verwirrten liebenswerten Frauchen nur schonend bei?

Hoffentlich kommt mein Herrchen am Wochenende nach Hause, der steht nämlich immer früher auf und dann kann ich auch früher raus und draußen auf meine neue Freundin Bewunderin warten.

ER lässt mich dann auch mit ihr zusammen sein. Ganz romantisch versteht sich, ich bin ja schließlich ein Gentleman wie sich das gehört, vor allem wenn das Herrchen meiner Angebeteten dabei ist.

Und nicht so ein Romeo – wer immer das auch ist….
 
 


 

Kommentare:

  1. Lieber Romeo - oh man, jetzt bin ich auch schon verwirrt :)
    Lieber Phoebi,

    Du hast Dich überaus korrekt verhalten und es ist für einen Gentlemen immer sehr schwierig, die Balance zwischen unaufdringlicher Freundschaft, gemeinsamen Unternehmungen und Frauchen zu wahren. Das geht bei uns Damon auch nicht anders - obwohl er schon einige Jahre mit Laika zusammen lebt, gibt es doch immer mal wieder Damen, die so viel Aufmerksamkeit von ihm fordern, dass er es schon sehr schwer hat :)

    Von daher sende ich Dir verständnisvolle Grüße,
    Isabella mit Damon und Laika

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  2. Hömma, Monsieur Schmacht-L'Amour,

    du weißt schon, was jetzt von euch erwartet wird, nicht? Wenn ihr schon Anleihen aus der gleichnamigen Weltliteratur macht, dann bringt es bitte auch stilecht zu Ende. Alles andere wäre dilletantisch.

    Als erstes müsst ihr euch nun heimlich treffen, weil eure Herrchen und Frauchen zerstritten sind wegen Tradition und so. Dabei müsst ihr auf eine Lerche und eine Nachtigall warten. Wenn das abgehandelt ist, trefft ihr euch im Eiscafé Venezia (Impfpass nicht vergessen!). In der Dunkelheit besteigt ihr in Hamburg ein Schiff. Das bringt euch hinter die sieben Berge zu den sieben Zwergen, wo ihr fortan ein gemeinsames Leben führen werdet. Ihr heißt jetzt Susi und Strolch. Du wirst künftig den Taschenhund Tinkerbell von der Frau Hilton doublen und deine Bewunderin den Kommissar Hex oder Tex oder wie er noch mal heißt aus der gleichnamigen Krimiserie. Davon könnt ihr gut eure Frolics bezahlen.

    Ich danke dem Schicksal auf Knien, dass dein Frauchen dich nicht Flipper nennt. Dann hättest du jetzt ein großes Problem, das sag ich dir. Aber so? Alles easy. Gute Fahrt, Phoebi. Und schreib mal, wenn ihr angekommen seid. Das interessiert einen doch, was aus einem liebeswerten, durchgeknallten Franzosen geworden ist.

    Dein Max

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  3. Lieber Phoebi,
    wir drücken dir ganz fest die Pfötchen das du bald mit deiner Freun.... äh Bewunderin zusammen spazieren gehen kannst. Sie sieht doch so hübsch aus ..... und du schmachtest auf dem Balkon.
    Liebe wauzis von Emma und Lotte

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