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Dienstag, 6. November 2012

Mein Kumpel... der "coole Briard"...

...namens Batman.... 
...auf vielfachen Wunsch....
...von Angesicht zu Angesicht...


Hier macht er einen auf Unschuldsengelblick ;)
Missbraucht als Putze ;)




Hier will er in Urlaub....


Mittwoch, 31. Oktober 2012

Ich werde vernachlässigt

Jaaaaaaaaaaaaa, ihr habt richtig gelesen. Ich werde aufs Schlimmste vernachlässigt. Ich verwahrlose quasi gerade so vor mich hin. Um mich kümmert sich keiner. Niemand! Ich bin alleine, einsam und werde nicht beachtet! Vielleicht sollte ich PETA oder den Tierschutzverein um Hilfe bitten? Denn das ist sowas von gemein! Ein armer, verlassener, vernachlässigter Briard in Not!
 
Wie das kommt? Hab ich das vergessen zu sagen? Na dann passt mal auf, Freunde:
Da das Wetter ja zugegebenermassen briardfreundlicher wird, also die Temperaturen sinken und es draussen richtig schön schlammig ist und sich die Pfützen ausdehnen, hat ein Fellträger natürlich, trotz Ganzkörperschmutzanzug, die Gelegenheit genutzt, die aus dem Schmutzanzug hervorstehenden Körperteile inklusive Fell, ordentlich mit einer Schlammpackung zu versehen! Dabei dachte besagter Vierpföter natürlich nur an Fellpflege, Ungeziefervernichtung, Zweibeinerbeschäftigung und ausgiebiges Schubbern! Niemals würde ich mir unterstellen lassen, dass ich mich jedesmal wie ein Schwein benehme, sobald auch nur ein winziges Wassertröpfchen auf den Waldweg trifft. Das entspricht nicht der Wahrheit, denn der Weg sollte schon eine gewisse Konstistenz haben, damit sich das Wälzen lohnt ;-)
Also gut, ich hatte also alle freistehenden Stellen meines Luxuskörpers einer ausgiebigen Pflege unterzogen und begleitete mein völlig geschocktes Frauchen zurück zum Auto. Da bemerkte ich es. Ein latentes Zwicken zwischen meinen empfindlichen Briardzehenzwischenräumen. Beim Laufen.
Und auch beim Stehen, beim Sitzen und  beim Liegen. Mein zum Gassigehen abgestellter Zweibeiner hat ja die Feinfühligkeit eines Dinosauriers und bemerkte natürlich wieder mal rein gar nichts. Ich litt Höllenqualen! Und Frauchen machte weiter mit der Tagesordnung, als ob nichts ungewöhnliches passiert wäre. Pffffffffffffff.
Zuhause wurde der völlig verschmutzte Schmutzanzug vom  verschmutzten Briard entfernt und der leicht schlammige, sensible, besonders an den Pfoten empfindliche Canide einer Reinigungsprozedur unterzogen, bei der ein Gartenschlauch eine nicht unerhebliche Rolle spielte und sich ein völlig entnervtes, durchnässtes Frauchen kurz vor einem hysterischen Anfall befand. Danach kam ein Fön zum Einsatz! Habe ich schonmal erwähnt, dass ich Fönen fast genauso hasse, wie gewaschen zu werden? Nicht? Es ist so! Ich werde dann missmutig und muss mich im nassen Zustand unbedingt an Frauchens Jeans abtrocknen! Da kann ich einfach nicht anders.
ABER: zurück zu den empfindlichen Briardfüssen! Trotz Gartenschlauch hat es der zweibeinige Schussel versäumt, sich meine Pfoten anzusehen und ein eingetrocknetes, mit dem Fell verklebtes Stückchen Schlamm übersehen. Das bereitete mir extreme Schmerzen und Unbehagen. Und erst, als ich ihr den misshandelten Fuss quasi auf den Tisch knallte, kapierte sie, welchen Qualen ich ausgesetzt war. Sie fummelte ein wenig zwischen meinen Zehen rum und zupfte den Schlammbrocken, quasi groß wie ein Felsen, aus meinen Zehenzwischenräumen. Und dann kam es! Der Satz, den ich bis jetzt nicht verwinden konnte und der mich bis ins Innerste getroffen hat: "Du Weichei, das ist so klein, das konntest Du gar nicht spüren! Machen wir einen auf Simulant, um einen Keks abzugreifen?"
Als ob ich sowas  nötig hätte und tun würde! Aber den Keks, den sie mir hinhielt, habe ich doch gegessen. Gegen den Schmerz, körperlich und seelisch!!!!!!!!!!!!!!!

Montag, 29. Oktober 2012

Ein Briard braucht kein Täschchen

Denn, wir haben unsere Depots immer dabei! Wir eignen uns z. B. hervorragend als Brennholzbeschaffer, denn in unserem Fell verfangen sich Äste und Stöcke, die man zuhause prima im Kamin verheizen kann. Ausserdem finden sich darin sicher diverse Blätter oder Tannennadeln, die man kompostieren kann. Somit hat man dann im Frühjahr beste Blumenerde.
Im Bart sammelt sich auch so das ein oder andere an. Zum Beispiel diverse Speisereste von unterschiedlichen Mahlzeiten. Frauchen meint, sie könnte anhand meines Bartes genau sagen, was ich die ganze Woche gefuttert hätte. Hier hapert es sowieso mit der Abwechslung auf dem Speiseplan, also ist das nicht soooo schwierig! Und mit den Speiseresten in der Briardzierde kommen wir prima über ein paar Tage eingeschneit sein hinweg. Da muss keiner hungern....
Unsere Füsse bringen wunderbaren Waldboden mit nach Hause. Wenn man nicht so pingelig wäre, könnte man diese Naturdeko ruhig auf dem Boden lassen. Das ist gut fürs Raumklima und man spart sich die ewige Rumwischerei. Falls es mal an Wasser mangelt, braucht man auch nur einen Briard losschicken. Wir sind perfekte Pfützensuchgeräte und landen immer punktgenau in der tiefsten Wasserlache. Unser Fell saugt sich auch so richtig schön mit Wasser voll, somit hat man daheim auch noch lange was von. Müsste vielleicht sogar für eine kurze Dusche reichen.
Mein Frauchen meint gerade, dass das alles ziemlich unnütze Eigenschaften wären und ich es noch nicht geschafft hätte, auch nur ein einziges mal einen Einkauf im Fell nach Hause zu tragen. Pah. Sie ist ja nur neidisch, weil sie Täschchen braucht und ich nicht!

Sonntag, 28. Oktober 2012

es ist wieder soweit...

... die Zeit der schlammigen Pfoten und Regenoveralls ist da.
Es hat geschneit und der Schnee ist so richtig matschig geworden. Perfektes Briardwetter! Da kann man die Zehen bis zum Anschlag im Dreck versenken und beim Loslaufen tiefe Furchen in den Waldboden graben. Herrlich. Leider habe ich die Rechnung ohne mein Frauchen gemacht. Schon vor dem Losgehen zwängt sie mich in einen Ganzkörperschmutzanzug, der nur Öffnungen am Kopf, den Füssen und ähem..... an anderen Enden hat. Denn seine dringenden Bedürfnisse sollte man damit schon erledigen können. Dahinein werde ich also, gegen meinen ausdrücklichen Willen, gesteckt, damit ich nicht nass werde und fünf Stunden vor mich hin müffle! Pah! Das ist reine Faulheit! Wenn sie mich ordentlich trocken fönen würde, würde ich auch nicht müffeln. Aber davon abgesehen hasse ich das Fönen auch!
Und wenn man dann vom Gassigehen heimkommt, wird man aus dem Anzug rausgeholt und muss anschliessend seine Füsse in einen Eimer mit lauwarmen Wasser stellen. Das ist vielleicht erniedrigend. Alle vier. Nacheinander. In lauwarmes Wasser. Nicht mal männermässig kalt, nein! Lauwarm!
Damit man die Wohnung nicht einsaut! Als ob man das machen würde. Das hört sich ja direkt so an, als ob ich mit einem Eimer Matsch durch die heiligen Hallen laufen und alle 20 cm was rausschütten würde! Also echt!
Wenn die Füsse dann gewaschen sind, werden sie abgetrocknet. Auch zwischen den Zehen. Und das mag ein Briard sowas von gar nicht! Aber da komme ich echt nicht drum rum. Da werde ich genötigt! Gezwungen! Mir wird Gewalt angetan! Aber die Zehen werden getrocknet. Basta!
Danach wird der Fellträger auf sein Lager geschickt. Denn dann feudelt Frauchen meine angeblichen Schmutzspuren aus dem Haus. Das ist sowas von Erniedrigend! Wenn man da so abkommandiert wird. Sich hinlegen muss! Frauchens vorwurfsvolle Blicke ertragen muss..... *schnief
Aber bis sie endlich fertig ist, kann ich ne Runde chillen :))))))))))))))))))))))))))))))

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Habe ich eigentlich schonmal erwähnt....

....dass ich das absolut unspannend finde, wenn ich gekämmt werde? Da fühle ich mich, als ob man mir sämtliche Haare einzeln ausreisst. Das zieht, ziepft, rupft, reisst, zerrt und schubbert und das ist nicht ANGENEHM!
Wer ist hier eine Dramaqueen?
Frauchen besteht auf einen Einwurf Ihrerseits : wenn man anständig liegen bleiben würde und nicht jedesmal in genau die entgegengesetzte Richtung ziehen würde und die Pfoten auf Hochspannung halten würde und sich ständig umdrehen würde und ungefragt aufstehen würde und nicht Dramaqueen spielen würde und sich den leidenden Gesichtsausdruck beim Kämmen abgewöhnen würde und sich vielleicht nicht jedesmal bis zum Kinn in Tannennadeln hineinwühlen würde und sich die Überreste des Rinderhautknochens nicht in die Pfoten schmieren würde und sich einfach mal wie ein NORMALER Hund benehmen würde, dann, ja dann wäre das Kämmen überhaupt kein Problem. Sagt SIE! Ausserdem behauptet sie, wenn sie noch sanfter Kämmen würde, würde sie mich totstreicheln. Pah. Ein Briard kann gar nicht genug gestreichelt werden!

Dienstag, 23. Oktober 2012

Frauchen hat eine dicke Lippe

hehe, aber eigentlich bin ich gar nicht schadenfroh! Denn wenn sie eine dicke Lippe hat, bin immer irgendwie ich schuld! Menschen nennen sowas Herpes! Ich nenne es "Lippen wie Wiener Würstchen". Sie macht ein ewiges Gewese da drum, cremt, überschminkt, pflastert, kontrolliert und vor allem nölt sie rum. Bei uns ist das kein Problem, wir schütteln da einfach ein paar Haare drüber, dann sieht man da nix mehr von. Das ist viel praktischer, als das haarlose Etwas, was Frauchen Haut nennt.
Ja, also ich soll wieder an allem schuld sein. Denn gestern habe ich mich ein wenig dämlich angestellt beim.... äh..... hm... ihr wisst schon.... dem.... ähm... Kackern!
Da setzte ich mich an einem Hang zurecht, natürlich mit dem Hinterteil nach oben, wie es sich gehört! Ich suchte mir extra ein schönes Plätzchen mit viel Heidekraut. Naja, dann passierte das Malheur halt. Der Hintern wurde ein wenig bekleckert......
Das stört dann einen empfindlichen Vertreter der Langhaarfraktion und man muss sich dann schlagartig auf den Allerwertesten setzen. Das hat natürlich zweifelsohne den entscheidenden Nachteil, dass auch noch Stellen, die vorher noch sauber waren, dann miteingeschmutzt werden und Frauchen leicht grünliche Gesichtsfarbe annimmt.
Zuhause dann wird erstmal der Vierpföter auf ein Handtuch gelegt, warmes Wasser, Lappen, Schere und Küchentücher zurechtgelegt und der Delinquent nimmt die stabile Seitenlage ein. Dann geht das Geschnippel und Gewasche los. Laute Würgegeräusche seitens Frauchen, noch lautere Grunzlaute des misshandelten Objektes, Gezupfel an meinen edelsten Teilen, kalte Luft am Popo und irgendwann bin ich dann erlöst. Und Frauchen natürlich auch. Leider braucht sie da immer ein wenig länger, um sich zu erholen, denn von irgendwoher bekommt sie dann immer diese Herpesdinger. Und heute sind die ganz besonders schlimm. Aber sie soll sich nicht so anstellen! Ich hab die ja schliesslich auch nicht, und ich saß da drin!

Freitag, 19. Oktober 2012

Das Tannennadelproblem

Bei uns im Haus gibt es keinen Teppichboden. Nur Fliesen mit Teppichläufern drauf. Aus "reinigungstechnischen Gründen" meint Frauchen. Wenn sie nicht immer so rumschmutzen würde, könnten wir auch flauschigen Teppichboden haben. Aber solange sie sich nicht benehmen kann, wird es wohl bei den Läufern bleiben.
In letzter Zeit häufen sich auf den Läufern und dem Boden diverse Tannennadeln in verschiedenen Größen und Stadien des Zerfalls. Ich habe keinen blassen Schimmer, wo die plötzlich herkommen. Liegt es am Kaminholz, welches portionsweise angeschleppt wird? Oder tritt sich Frauchen die Füsse nicht richtig ab? Unsere Gäste können das auch nicht sein, denn die ziehen sich meistens die Schuhe aus. Die Decke ist auch nicht aus Holz und Tannenzweigdeko kommt erst im Dezember zum Einsatz. Ich grüble schon den ganzen vormittag, woher diese pieksenden Holzstückchen kommen, aber so eine wirkliche Eingebung hatte ich bisher nicht.
Frauchen sieht mich gerade ziemlich vorwurfsvoll an! Sie hat eine Kehrschaufel und einen Besen in der Hand und meint, unser Staubsauger wäre schon völlig entkräftet und könnte eine Pause brauchen. Dieser Schwächling! Kaum gibt man ihm mal ein wenig Arbeit, muss er Pause machen. Wenn ich das ständig tun würde. Pah, dann würde ich vor lauter Pause nicht mehr zum Arbeiten kommen, soviel hab ich zu arbeiten. Äh? Wie meinst Du, Frauchen? Du siehst mich NUR Pause machen? Das liegt nur daran, dass ich ja DURCHGEHEND arbeite, wenn Du nicht daheim bist, verehrte Futtermittelverdienerin! Also, beschwer Dich nicht, wenn ich mich auch einmal ausruhe!
Zurück zu den Tannennadeln:
Heute ist es besonders schlimm, wo man geht und steht liegen die Dinger herum. Die pieksen auch so richtig, wenn man sich in die entsprechende Position zum stundenlangen Bewachen begibt. Da kann man sich hin- und herwälzen, die Teile stechen einen einfach überall. Warum Frauchen allerdings zuerst anfängt, in meinem Fell nach den Tannennadeln zu suchen, ist mir ein völliges Rätsel....
Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass mein Frauchen Photoshop perfekt beherrscht? DAS IST EINDEUTIG GETÜRKT! DAS SIEHT MAN DOCH....!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Montag, 15. Oktober 2012

Ist das vielleicht ätzend....

Hier regnet es gerade Bindfäden, es windet, Frauchen ist nicht da und ich arbeite hart! Ich liege unter dem Esszimmertisch und bewache Haus und Hof. Zum Glück muss ich bei dem Sauwetter nicht raus und meine Pfoten einschmutzen.
Uns Briards wird ja fälschlicherweise nachgesagt, dass wir ein Saubär-Gen eingekreuzt bekommen hätten, oder gar mit dem gemeinen Wald- und Wiesenwildschwein verwandt wären. Das sehe ich als vorsätzlich verbreitete Falschinformation!!!!
Es ist schon ziemlich unfair, dass man, nur weil man langes Fell hat, gleich als Hauptverursacher des Sandes am Fussboden abgestempelt wird. Da werden keine anderen Personen vernommen, nein. Da heisst es sofort: ER WARS!!!! Hier trampeln doch dauernd Leute durchs Haus, aber nein, der Fellträger muss wieder als Sündenbock herhalten.
Und Tannennadeln kann ja wohl auch jeder hier im Haus verloren haben. Nicht nur ich. Und wenn, dann war es höchstens eine, die sich versehentlich im Fell verfangen hat und die ich übersehen habe... höchstens eine!
Und die Schlammspur, die gestern abend durchs Wohnzimmer führte, war auch nicht von mir. Das kann ja wohl wirklich jeder gewesen sein. Da war Besuch da, mehrmals sogar... und die machen sich nicht alle die Füsse so sauber, wie ich das tue, bevor ich ins Haus gehe. Nein, da sind richtige Ferkel dabei, wie man an der Spur sieht. Wie? Das sind eindeutig Tatzenspuren? Sicher? Oooops......

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Früher war alles besser... Teil 2

Frauchen muss ja schliesslich mein Hundefutter ranschaffen, das geht wohl bloss mit Geld und deshalb geht sie arbeiten. Dann beginnt die entspannte Zeit des Tages für mich. Ich habe ein ganzes Haus nur für mich. Für mich ganz alleine. Da kann ich mich dann getrost überall hinfläzen, wo ich normalerweise einen gehörigen Rüffel bekomme, wenn ich dabei erwischt werde. Vorzugsweise liege ich aber unter dem Esszimmertisch. Da habe ich erstens das komplette Erdgeschoss im Blick und zweitens kann ich auch in alle Richtungen aus den Fenstern sehen. Die Haustür lasse ich natürlich auch nicht aus den Augen, es kann ja sein, dass SIE früher von der Arbeit nach Hause kommt und ich werde dabei erwischt, wie ich entspannt schlafe und nicht wache, wie sie es von mir erwarten. Das passiert zwar eher selten, aber man weiss ja nie.
Im zarten Alter von einem Jahr wollten sie meine unglaubliche Schönheit der Öffentlichkeit präsentieren und fuhren mit mir auf eine Hundeausstellung. Mit dem Wohnmobil. Das war klasse! Da konnte ich während der Fahrt neben dem Fahrersitz stehen und Anweisungen erteilen. Ja, ich weiss, das ist so nicht erlaubt, aber es hat echt Spass gemacht.
 
Bei der Hundeausstellung war es klasse. Jede Menge Vierbeiner, die genauso aussahen, wie ich. Leider gab es dabei auch ein paar sehr ungesellige Artgenossen. Das musste ich dort schmerzhaft feststellen :-(
 
Frauchen bürstete und frisierte mich und ich sah wirklich todschick aus. Passenderweise regnete es auf dem Weg in den Ausstellungsring wie aus Kübeln und der Weg dahin war eine Schlammsuhle, was ich super fand, meinem Fell aber nicht so gut bekam. Da aber alle Mitbewerber aussahen wie frisch aus dem Morast, war das weiter kein Problem!
Frauchen meinte auf dem Weg in den Ring, dass es ihr völlig egal sei, was dieser Richter von mir halte, denn für sie bin ich sowieso der Allerschönste! Manchmal liebe ich sie über alles :-)
Ich benahm mich im Ring so richtig daneben und zierte mich ein wenig, als der Mann mir an die...ähm....hmm....äh.... naja.... edelsten Teile griff.....! Aber sowas macht man ja auch nicht, wenn man sich noch nicht lange kennt! Das fand ich schon ziemlich daneben. Da hat keiner hinzugreifen ausser Frauchen und meine Lieblingstierärztin, menno! Aber anscheinend machte er das bei den anderen auch, denn ich sah sie genauso rumhüpfen und die Beine zusammenkneifen ;-)
Dieser Richter besah sich noch andere Körperteile von mir und gab tatsächlich Noten ab. NOTEN! Über mein Aussehen! Noten! Pfffff, mit welchen Recht benotet er meine...äh....ihr wisst schon...!
Zweibeiner halt. Die müssen alles bewerten und vergleichen! Da zählen innere Werte wohl gar nicht mehr! Ich meine Charakter, Intelligenz, Charme, bedingungslose Treue, Liebe usw. Nicht zu fassen, sowas!
Ja, jetzt meint ihr sicher, der Wuschel kommt mit inneren Werten, weil er schlecht benotet wurde... HAH!
Ich bekam die beste Bewertung, ein VV! Und deshalb war ich in der Endrunde um den schönsten Jungrüden. Mein Rivale war ein fauver (brauner) Rüde, der, das muss der Neid ihm lassen, sehr gut aussah! Wir durften also beide nochmal unsere unglaubliche Schönheit dem Richter präsentieren, was ich ziemlich öde fand und mich total gelangweilt an Herrchen wandte und ihn kräftig zum Spielen aufforderte. Der fauve Streber benahm sich wie ein völlig untypischer Briard und trabte brav seine Runden, während ich, wie ein Gummiball auf Ecstasy, durch die Gegend hüpfte. Der komische Mensch, den sie Richter nannten, fand das wohl nicht so spannend und so gab er die Trophäe an den Langweiler! Pfffff!!!! Als ich aber sah, dass der Hauptgewinn nur ein ätzender Pokal war und ich stattdessen eine grosse Tüte voller Leckereien bekam, ging ich, unter den neidvollen Blicken des Strebers, erhobenen Hauptes, mir meinen Triumpf in keinster Art und Weise anmerken lassend, vom Platz und schlug mir gehörig den Bauch voll!

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Früher war alles besser....

....meint Oma, aber ich finde, es ist immer wichtig, was man aus seinem Leben macht. Ich zum Beispiel finde, dass ich es eigentlich ganz gut getroffen habe. Freilich ist nichts wirklich perfekt, aber man muss Kompromisse eingehen. Ich könnte mir zwar durchaus ein Frauchen vorstellen, dass etwas mehr Rücksicht auf meine Befindlichkeiten nimmt, aber schliesslich habe ich sie mir selbst ausgesucht. Wie das kam? Na das wollte ich schon lange mal erzählen, denn ich werde ständig gefragt, wie mein Leben vor dem Blog aussah :-)
Ich stamme ja aus einem uralten französischen Hundeadelsgeschlecht ab und wurde passenderweise in der Fränkischen Schweiz in Aufsess geboren. Mein Stammbaum ist länger als das 4-lagige Toilettenpapier bei uns im Gästeklo und mein vollständiger Name ist Ulysses Phoebus de Corbeaux Farouches. Leider nennt mich Frauchen "WUTZI" oder "Phoebi". Naja....
Frauchen ist das ziemlich egal, ob ich ein "von" im Namen habe, wenn ich nicht das mache, was sie will, dann gibts richtig Ärger.

Ich hatte noch jede Menge Geschwister und unsere ersten drei Wochen bestanden hauptsächlich darin, den besten Andockplatz bei Mama zu finden und sich geschätzte 24 Stunden am Tag den Wanst vollzuschlagen :-)
Nach drei Wochen passierte es und SIE kam, um sich die schönsten Welpen der Welt anzusehen. Ich beguckte sie mir eine Weile, fackelte nicht lange und beschloss, dass das mein zukünftiges Frauchen werden sollte, wenn nichts Besseres mehr nachkäme. Sie wurde natürlich einem ausführlichem Bewerbungsverfahren unterzogen, auf Tauglichkeit als Spielgerät, Kuschelkissen, Pinkelplatz und Kauknochen überprüft. Ich wartete noch ein paar Wochen auf was Geeigneteres, aber bei allen anderen waren meine Geschwister schneller. So zog ich dann bei Frauchen ein.
Anfangs zierte ich mich ein wenig und machte einen auf schüchtern. So tanzten sie viel mehr um mich rum. Leider muss ich mich wohl irgendwie verraten haben, denn nach zwei Wochen war es vorbei mit der Verhätschelei. Ich musste in die Schule, die Welpenschule. Zum Glück wird da noch viel gespielt und ich hatte tolle Kumpels und Kumpelinen. Mein bester Freund war ein Beagle, der sechs Wochen älter war als ich. Im Laufe der Zeit konnte er problemlos unter meinem Bauch durchflitzen, das ergab dann tolle Möglichkeiten zu gepflegten Rangeleien und Keilereien. War das ein Spass.
Dann bekamen wir einen neuen Schüler, einen Doggenrüden "BamBam". Mein bester Kumpel steht wahrscheinlich auf Langbeiner und liess mich schnöde fallen wegen dieses Kurzhaarmonsters. Pffff. Aber auf so einen bin ich nicht angewiesen, ich wandte mich der Damenwelt zu. Meine beste Freundin ist Kira, die genauso alt ist wie ich. Wir sehen uns regelmässig zum Gassi gehen, manchmal baden wir, manchmal flitzen wir durch den Wald, wir teilen uns die Leckerlis unserer Frauchen und in die Hundeschule gehen wir auch gemeinsam.

Montag, 21. Mai 2012

Gardasee....

Ja, ich war weg, eine Woche in dem Land, in dem Parmesan wächst und Parmaschinken von der Decke baumelt. Wie schon per Beweisfotos aufgezeigt, durfte ich in äusserst beengten Verhältnissen reisen. Frauchen meinte, wenn das eng wäre, sollte ich doch mal nach vorne kommen und mit ihr tauschen, sie würde sich gerne mal während der Fahrt rumfläzen, so wie ich!!! ^^ Als ob ich Zeit gehabt hätte mich zu entspannen!!! Einer musste ja aufpassen, daß sie sich nicht verfahren. Ich kannte ja den Weg, denn ich war schon öfter in Bella Italia. Wenigstens durfte ich ab und zu raus und flitzen. Außerdem haben sie extra für mich Schnee bestellt, in Nösslach am Brenner :-)
Nachdem ich mir ausgiebigst die Füsse vertreten hatte und Frauchen mit mir eine Schneeballschlacht gemacht hatte, ging es weiter. Sehr beengt! Sie haben mir versprochen, ich dürfte dann baden. Im See. Im Gardasee! Das ist ja wohl das Mindeste, das ich dann erwarten kann, wenn ich sie schon über Stunden richtig navigiere und aufpasse! Und nicht zu vergessen, sehr beengt reisen muss.
Fortsetzung folgt (Frauchen meint, ich soll wenigstens den Teil meiner Urlaubserlebnisse, der schon fertig ist,  posten, sonst quillt ihr Postfach über, wegen all der Vermisstenmeldungen... ;-)   )



Dienstag, 8. Mai 2012

Ich bin wieder da :D

GARDASEE

HINFAHRT
Ich ARMER hatte keinen Platz im Auto!!!!!
ab und zu haben sie mich aus dem Gefängnis befreit und ich durfte laufen
ähhhh, moment mal, das hat SIE mit photoshop gemacht, ich war eingepfercht!!!!!
Innsbruck - Skisprungschanze :D

Espresso für die Leinenträger, Schnüffelpause für mich :D

Jippieh, BADEN :))))))))
Fortsetzung folgt ......

Donnerstag, 19. April 2012

Wir fahren an den Gardasee

Samstags geht es los. Ganz früh am Morgen, Richtung Italien. Da fahren wir öfter mal hin und ich bin da total gerne. In ein Ferienhaus am Gardasee. Die Leute dort nennen mich alle "Che Bello", da bin ich dann immer ganz lieb. Meistens bekomme ich dann auch Leckereien wie Bergkäse oder Parmesan. Ich finde das echt super. Und dann ist auch noch Badenbiszumabwinken angesagt. Jippieh!!!!!

Ich habe auch schon gepackt:

Das Esi
mein Wauzi,
die Hundedecke,
mein Halsband,
zwei Leinen,
den Regenmantel (man weiß ja nie),
meinen Wassernapf,
meinen Futternapf,
alte Handtücher,
die Kühltasche,
die Kühlakkus,
mein Fleisch,
meinen Pansen,
Leckerlis,
Kauknochen,
Hundebürsten,
Hundekamm,
Zeckenzange,
Notfallset,
Wasserflaschen,
meinen Impfpass,
den Alibimaulkorb,
das Hundekissen,
selbstgebackene Hundekekse,
Notfalltelefonnummer vom Tierarzt

Wenn ich mir das so ansehe, frage ich mich, in welches Auto meine Zweibeiner ihr Gepäck laden werden. Denn unseres ist voll, ich brauche ja schließlich auch noch Platz ;-)

Mittwoch, 1. Februar 2012

Warum man nicht springen soll...

...weiß ich ehrlich gesagt auch nicht so ganz.
Ich bin voller Lebensfreude und zeige das dann auch. Manche Lachen und Jubeln, andere Springen eben. Man muss doch jedem selbst überlassen, wie er sich freut.
Mal ein paar Beispiele:
Frauchen bewirft mich mit Schneebällen, ich springe sie zum Dank an,
sie wirft mit Schnee ins Gesicht, ich springe sie zum Dank an,
sie läuft vor mir durch den Schnee, ich springe sie zum Dank an,
sie wirft Stöckchen, die ich hole und dann springe ich sie zum Dank an,
sie versteckt mir Leckerlis im Schnee, ich springe sie zum Dank an,
sie klaubt mir Ästchen aus dem Fell, ich springe sie zum Dank an,
sie bleibt einfach auf der Stelle stehen, ich springe sie zum Dank an,
sie kontrolliert meine Hinterlassenschaften, die ich so beim Gassigehen von mir gebe, ich springe sie zum Dank an,
sie ruft mich zu sich, weil ein Spaziergänger kommt, ich gehorche natürlich aufs Wort, weil ich gut erzogen bin, komme zu ihr und setze mich brav neben sie, warte bis der Spaziergänger weg ist und springe sie zum Dank an,
sie enteist meine Zehenzwischenräume, damit ich wieder toben kann, ich springe sie zum Dank an.
Danach darf ich eine halbe Stunde Unterordnungsübungen machen, weil ich sie immer anspringe.
Wenn ich diese erledigt sind und ich alles prima gemacht habe, springe ich sie zum Dank an....!

Donnerstag, 26. Januar 2012

Mäuse und so

Seit ein paar Tagen wohnen ja die "Tres Amigas", drei schnuckelige Wüstenrennmäuse, bei uns. Sie haben an Umfang um die Leibesmitte deutlich zugenommen. Das liegt wohl daran, daß sie immer in diesem Glaskastendingens sitzen müssen. Ich sorge zwar regelmässig für Bewegung, indem ich interessiert zuschaue, was da drin so abgeht, aber das reicht anscheinend nicht. Frauchen versucht sich an der Zähmung der kleinen Bestien, aber selbst knusprige Heuschrecken interessieren diese Damen nicht sonderlich. In unserem Garten leben auch Mäuse. Die bauen sich so lecker riechende unterirdische Gänge. Da kann man herrlich die Nase reinstecken und nimmt unwahrscheinlich interessante Gerüche auf. Solltet ihr mal ausprobieren. Ich kann da stundenlang rumrüsseln und mich so richtig reinbuddeln. So sehr ich mich aber auch anstrenge, ich komme da nicht ran an die Mäuschen. Mein Personal behauptet schon, wenn ich so weitermache, komme ich demnächst in der Mongolei raus und könnte dort auf Robbenjagd gehen. Pffff.  Aber eins muss man den Gartenmäuschen lassen. Sie sind schlank. Im Gegensatz zu den Tres Amigas. Denn die Gartenmäuschen müssen sich ja immer weiter von mir weggraben, damit ich sie nicht erwische. Aber irgendwann gelingt mir das sicher, dann nehme ich sie alle mit rein und mache mir mein eigenes Terrarium.

Sonntag, 22. Januar 2012

Mir geht´s wieder gut

Ich habe ein Wundermittel entdeckt und werde berühmt! Denn ich hinke nicht mehr! Kein bischen! Kein Anzeichen von Lahmheit! Als erstes werde ich mir, wenn ich richtig viel Schotter verdiene, eine große Ladung Schweineohren bestellen. Außerdem wird im Garten mein eigenes Schlammbad eingerichtet und ein fußabdruckresistenter Fußboden wird im ganzen Haus verlegt. Die Esivorräte weltweit werden aufgekauft und bei mir auf den Decken verteilt. Ich werde mir eine Rinderherde halten, damit ich jeden Tag frisches Rindfleisch bekomme, der Pansen wird mit allem vertilgt und ich werde jeden abend genüsslich einen Rinderknochen knabbern. Jaaaa, das wird schön!!!
Was mich geheilt hat? Komische Frage! DER SCHNEEEEEEEE der bei uns so richtig für Spaß im Gelände sorgt. Seit das weisse Flockenzeug liegt, bin ich fit wie ein Turnschuh. Das war eine sogenannte Wunderheilung, meint Frauchen. Ich werde den Schnee sammeln, in Flaschen füllen und weltweit als "Phoebis Powerlotion" verkaufen ;-) Na gut, ein wenig war vielleicht das "Anderleinegehen" und die Globuli (Rhus toxicodendron C30, ein ganz liebes Dankeschön für den Tipp an Mechthild) mit beteiligt. Aber die Hauptarbeit hatte der Schnee... und ICH!

Dienstag, 17. Januar 2012

Von wegen Lahmheitsantäuschung (Post vom 12.12.2011)

Pah, da wurde ich doch im Dezember tatsächlich als Simulant hingestellt!!!! Als ob ich nur schonen und humpeln würde, um mir Aufmerksamkeit zu verschaffen. Ich habe tatsächlich ein Zipperlein, denn ich hinke seit Sonntag. Natürlich nur sporadisch und auch nur dann, wenn ich nicht gerade spiele, tobe, Gassi gehe, fresse oder geknuddelt werde. Aber in den Zeiten, in denen ich quasi ruhe und nicht durch wichtige Aufgaben gefordert werde, dann habe ich tatsächlich etwas am Bein. Ich wurde zwar schon tierärztlich untersucht (natürlich von meiner Lieblingstierärztin, die mich als "SCHAUSPIELER" bezeichnet hat) und mehrmals von Frauchen, aber keine der beiden Servicekräfte hat auch nur den Ansatz einer Verletzung feststellen können. Mein Bein kann man drehen, verrenken, abtasten, drücken, auf warme Stellen untersuchen - sie finden nichts. Frauchen probiert es jetzt mit Globuli, die sie mir auf fantasievolle Arten wieder einflössen wird und wenn das nichts hilft, dann werde ich am Freitag mal auf Bänderriss untersucht. Bis dahin ist es vorbei mit der grenzenlosen Freiheit. Ich darf heute an der Leine gehen!!! Erst finden Sie nix und dann hab ich auch noch Leinenzwang. Das Leben ist so ungerecht, vor allem mit unqualifiziertem Personal :-(

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Frauchen geht fremd






Große Augen und wuscheliges Fell

Ich bin am Boden zerstört, mein Leben verrinnt, einsam und verlassen liege ich auf meinem Kuschel-Schmusekissen herum. Die Welt ist so gemein. Da opfert mein sein gesamtes Leben und richtet sein Dasein darauf aus, zu schlafen, zu fressen und das Haus um zu gestallten Frauchen glücklich zu machen, greift alle Leckerlies ab, die man kriegen kann schenkt ihr all die Liebe, die man geben kann und tut alles um ihr ein zufriedenes und artgerechtes Leben zu ermöglichen. Und jetzt das! Ich glaube nämlich mein Frauchen geht fremd. Gestern haben sich Frauchen und Herrchen, nachdem sie mir nur zweimal was zum Essen gegeben, mit mir gespielt und eine kleine (ca.60 min) Gassirunde absolviert haben, mich schon den ganzen Tag vernachlässigt haben, gegen 13:00 Uhr leise aus dem Haus geschlichen. Typisch, da sind sie schon mal über längere Zeit beide zu Hause und dann verschwinden sie einfach, ohne mich! Herrchen sagt, er habe Urlaub. Was ist das denn? Für einen hart arbeitenden Briard existiert dieses Wort nicht. Anstatt dass sie mein Futter verdienen, machen sie Urlaub, aber das ist ein anderes Thema. Als sie sich also aus dem Hause geschlichen haben, habe ich mich zum Schlafen hingelegt natürlich dem Bewachen des Hauses gewidmet. Ich hätte argwöhnisch werden können, weil sich die Gespräche meiner beiden Dosenöffner schon den ganzen Tag um wuscheliges Fell, schöne Augen usw. gedreht haben. Aber diese Beschreibung trifft ja wohl auch und im besonderen Maße gerade auf uns Briards zu.

Wenn ICH Sachen im Fell habe
beschweren sie sich

Und gutmütig und gutgläubig wie ich nun mal bin, habe ich mir dabei nichts gedacht.  Dann waren Sie den ganzen Nachmittag unterwegs, während ich geschlafen habe das Haus bewacht habe, aber das habe ich glaube ich, schon erwähnt. Als sie dann sich heimlich ins Haus zurück schleichen wollten zurückkamen, bin ich sofort freudig zur Haustüre gelaufen, um ihnen über meine erledigten Aufgaben zu berichten, und was soll ich sagen… Mir schlug ein fremder Geruch in die Nase. Briards haben nämlich einen sehr fein ausgeprägten Geruchssinn und eine wunderschöne Nase! Sie hatten auch so komische Säcke dabei, in denen Fell war, das DEFINITIV nicht nach Briard roch. Da lasse ich mich, weil es Frauchen so schön entspannt, täglich kämmen, und schenke ihr großzügigerweise alles was sie dabei herauskämmt, aber das ist ihr anscheinend nicht genug.  
Ich unterzog natürlich sofort alles einer Nasenkontrolle. Sie selbst rochen auch komisch, und meine sensiblen Sinne haben sofort artfremde Haare an ihren Sachen erkannt. Abends haben sie dann laufend darüber geredet, ganz glücklich haben sie sich über einen schönen Nachmittag unterhalten, dass das Frauchen der komischen Hunde sooo nett war, dass sie ganz viele andere Tiere habe und es einfach nur schön war. Sie haben völlig ignoriert, dass ich alles hören konnte. Als sie sich dann auch noch Fotos angeschaut haben, was musste ich da sehen, Frauchen hat jemanden anderen Gassi geführt!!!!





Das war dann der letzte Beweis. Ich bin ganz unglücklich. Und das sind nicht mal schöne Hunde. Lange Hälse, Kulleraugen und kein briard-typisches Fell. Seitdem ignorier ich meine Mitbewohner. Ok, das Abendessen habe ich weggeputzt, gespielt haben wir auch schon, heute waren wir mit meiner Freundin Kira schon Gassi, einen Knochen habe ich auch schon bearbeitet, aber sonst ignorier ich sie völlig. Sollen sie doch mit den anderen Hunden spazieren gehen.
Aber irgendwie riechen die, wenn ich länger darüber nachdenke ganz gut, und sooo schlecht sehen die auch nicht aus, sind schon kuschelig, und die Augen, diese langen Hälse also irgendwie erwacht tief in mir drin so eine instinktive Sehnsucht nach „HÜTEN“.



Montag, 12. Dezember 2011

Schwerwiegende Krankheit


Gestern war Sonntag. Und Sonntag gehört zum Wochenende. Und Wochenende gehört zu meinen Lieblingszeiten. Denn meistens sind dann beide meiner Mitbewohner zu Hause und so bekomme ich kann ich ihnen doppelt so viel all meine Aufmerksamkeit widmen. Das ist dann gerade so ausreichend, um über den Rest der Woche zu kommen.

Herrchen braucht aber auch mal Zeit für sich. Deshalb verlasse ich auch ungefragt den „Spiel- und Einsaubereich im Erdgeschoss“ das Wohnzimmer, damit er seinem Lieblingshobby „Bodenwischen“ am Wochenende in aller Ruhe nachgehen kann. Er muss eine ziemlich stressige Woche gehabt haben, denn dieses Wochenende hat er das sogar schon dreimal gemacht, das Wischen. Aber wenn ihn das beruhigt, wer bin ich, ihn daran zu hindern. Aber zurück zu meinem Erlebnis. Ich ging also, da er die Tür zugemacht hat, in den „Spiel und Einsaubereich im Obergeschoss“  das Schlafzimmer um meine vielfältigen Aufgaben von oben zu erledigen.
Er ist ja nicht der Schnellste, so dauert das Wischen immer ziemlich lange. Also legte ich mich schließlich vor die Tür und wartete meinen Unmut durch lautes Atmen und tiefes Seufzen kundtuend wie immer geduldig, bis man mich wieder zu meinem Rudel lässt. Als die Tür nach einer gefühlten Ewigkeit aufging und ich fröhlich auf meine Zweibeiner zulaufen wollte, tat es weh! Am Bein, genauer am rechten Hinterbein. Es tat so weh, dass ich gar nicht mehr auftreten wollte und auf drei Beinen durch die Gegend hüpfte. Ich hatte mich, während ich draußen vor der Tür im kalten einsamen Eingangsbereich stundenlang ausharren musste, anscheinend schwerst verletzt. Das Erlebnis muss so traumatisch gewesen sein, dass ich mich leider nicht erinnern kann, wie und wo das passiert ist. Aber es ist ja auch kein Wunder in diesem kalten, einsamen und seeehr langen Eingangsbereich mit Treppenaufgang, dass sich da mal einer verletzt. Und da es mit der verbalen Verständigung mit meinen Mitbewohnern trotz intensivsten Bemühen leider nicht so recht klappt, konnte ich ihnen  das auch nicht so recht begreiflich machen. Sofort wurde ich abgetastet, gestreckt und mein Verhalten analysiert. Ich zeigte unauffälligstes Schmerzverhalten beim Druck auf den Fußballen. Nach einer Stunde ausgiebigster Beratung Sofort riefen meine unsensiblen mitfühlenden Mitbewohner dann doch bei meiner Lieblingstierärztin an. Nachdem sie mich am Telefon richtig doll bedauert hat sich die Symptome genau angehört hat, empfahl sie erstmal ein Schmerzmittel, Schonung und weitere Beobachtung. Nach zwei Stunden war es immer noch nicht merklich besser. Ich konnte nur auf drei Beinen stehen und kaum laufen, aber als Mann hätte ich es schon durchgehalten. Da es aber auch meinem Frauchen zunehmend schlechter ging, sie leidet aufgrund irgendwelcher psychosomatischer Beschwerden ihres großen Einfühlungsvermögens immer mit mir, sah sich Herrchen gezwungen, noch mal in der Tierarztpraxis anzurufen ich mich dann gezwungen, ihr zuliebe doch noch am Sonntag zu meiner Lieblingstierarztpraxis zu gehen. Ich war ja auch schon drei Wochen nicht mehr dort, nicht dass die noch Insolvenz anmelden müssen, wo sollte ich denn sonst meine Wochenenden verbringen. Also fuhren wir hin. Als wir dann aber vor der Tierarztpraxis ankamen, konnte ich als harter, erwachsener und vorbildlicher Briard doch nicht einen auf Mensch Weichei machen, was soll denn meine Lieblingstierärztin von mir denken. Also war auf wundersame Art und Weise meine Behinderung verschwunden riss ich mich zusammen und lief ganz normal. Da aber auch meine Lieblingstierärztin anscheinend schon Entzugserscheinungen hatte weiß, dass wenn ich schon mal komme, es etwas Schwerwiegendes sein muss, war sie trotzdem ziemlich besorgt um mich. Ich wurde aufs gründlichste untersucht und gymnastischen Trainingseinheiten unterzogen.  Sie hat auch gleich bemerkt, dass ich mich als einziger richtig verhalten habe, denn sie sagte sinngemäß, dass bei so einer schweren Verletzung ich das einzig richtige gemacht habe, nämlich schonen. Sie sagte auch, es sei ja kein Wunder, dass ich mich bei meinen schusseligen Verhalten ob meiner vielfältigen Verpflichtungen so oft verletze, lobte auch noch meinen muskulösen Körperbau, und mein tapferes Verhalten. Aber als Profi, der sie nun mal ist, hat sie aber auch nichts feststellen können, wahrscheinlich weil ich ja schon Schmerzmittel intus hatte dann natürlich meine Verletzung erkannt.  Auf der Rechnung steht als Befund „Lahmheitsantäuschung“, hoffentlich ist das nichts Langwieriges!
P.S.: Ach ja, Frauchen geht es auch wieder gut, zum Glück bin ICH gleich zum Arzt gegangen.