Es gibt seit ein paar Jahren so einen komischen Brauch in Deutschland, bei dem sich die Zweibeiner verkleiden und sich komische Sachen ins Gesicht schmieren. Sie sehen dann richtig gruselig aus. Bei uns waren heute auch verkleidete Menschenwelpen und haben um Süßigkeiten gebettelt. Die dürfen das? Warum? Ich hab aber aufgepasst, daß sie keine von meinen Keksen bekommen!!!! Warum ich Halloween blöd finde? Als ich heute abend mal musste und mit meinem Esel in den Garten ging, bin ich über die Eselsohren gestolpert und hab mir den Kopf an der Mauer angeschlagen. Das hat ziemlich weh getan und die Verletzung war direkt am Auge. Frauchen hat meine Haare zur Seite, um zu kontrollieren, wie schlimm ich mich verletzt hatte. Hm, da war wohl ziemlich viel Blut im Auge, denn wir fuhren sofort zu unserer Tierärztin. Zum Glück habe ich, weil Herrchen meint, ich sei ziemlich verletzungsanfällig, dafür gesorgt, daß sie wegen mir 24-Stunden-Rufbereitschaft hat!!! Herrchen saß bei mir hinten im Auto und hat meinen Kopf gestützt, obwohl ich das doch selber kann!!! Bei der Tierärztin haben sie mir dann ziemlich viel von meinen Haaren im Gesicht weggeschnitten und mir so Kontrastzeugs ins Auge geträufelt. Dabei kann ich doch sehen!!! Was kann ich denn dafür, daß sich uns im Dunkeln so eine blöde Mauer in den Weg stellt? Im Auge ist zum Glück nur eine kleine Hornhautverletzung, aber aussen rum bin ich ganz schön angedellt. Deshalb haben sie mir gleich noch eine Spritze gegeben und ums Auge so klebriges Zeug gekleistert. Ins Auge hab ich auch noch was bekommen!!!
Ich war ganz toll tapfer, sagt mein Frauchen. Was sie nur hat, ich war die Ruhe selbst, nur sie war völlig zappelig. Am Schluß haben sie mir dann noch so eine Plastikmanschette um den Hals gebunden. Wahrscheinlich haben sie das gemacht, weil heute Halloween ist und sie keine passende Verkleidung hatten. Nur weil Halloween ist, muss ich mich jetzt auch zum Affen machen! Jetzt stosse ich überall an, wo ich vorher noch durchpasste. Blödes Halloween!!!!
Montag, 31. Oktober 2011
Sonntag, 30. Oktober 2011
Die Sache mit den Ohren
Ein Briard hat einen großen Dickschädel Kopf. Dazu gehören natürlich große Ohren. Deshalb hören wir auch so miserabel gut. Diese Ohren sind mit Fell überzogen. Das Fell ist soooo lang, daß es auch wunderbar beim Trinken in unserer Wasserschüssel gewaschen werden kann. Leider wächst das Fell auch in den Ohren, was die Tierärztin und Frauchen nicht so gut finden. Deshalb muss das in regelmässigen Abständen raus. Da fiezeln sie mit Pinzette, Wattepads und Ohrenreiniger an mir rum, ekelhaft. Kann man das nicht einfach so wachsen lassen, wie Mutter Natur es vorgesehen hat. Nein, da muss alles raus und sauber gepflegt sein. Als Ausrede, damit sie an mir rumziepfen können, heisst es dann, dass ich eine Ohrenentzündung bekäme, wenn die Ohren nicht sauber sind. Pah, als ob solche Ohren sich entzünden würden. Ich würde das Fell in den Ohren gerne wuchern lassen, das hält schön warm und wenn es dicht genug ist, hab ICH eine Ausrede, denn ich höre ja nichts mehr :-)
Donnerstag, 27. Oktober 2011
Sie Sache mit der Langeweile III
| soooo langweilig |
Beispielsweise setzt man sich dann direkt vor das Opfer die auserwählte Person und starrt!!!
Beim Starren ist es wichtig, genau zu fixieren und dann ein herzerweichendes Seufzen von sich zu geben. Die Pfote aufs Knie des bedauernswerten auserwählten Menschen zu legen, unterstützt das Unterfangen ungemein. Meistens wirkt diese Taktik Wunder, denn der Mensch muss sich bewegen und die Pfote vom Knie schubsen. Hund hat ja noch eine weitere Vorderpfote, dann legen wir selbige eben aufs menschliche Knie. Wenn diese ebenfalls entfernt wird, werden wir massiver und legen das Kinn auf, natürlich mit entsprechend eingeübten Dackelblick. Ein tiefes Seufzen unterstreicht die Vorgehensweise.
Falls der Holzklotz Mensch noch immer nicht wie gewünscht agiert, sollte probehalber zur Tür gelaufen werden. Ein leicht gehetzter Gesichtsausdruck ist auch von Vorteil. Meistens denken sie dann, man muss. Hehe. Falls sie nicht schnell genug von der Couch hochkommen, verstärkt ein leichtes Quieken die Aufstehaktion. Mehrmaliges zur Tür laufen und immer wieder gucken wirkt wahre Wunder. Sobald sie dann die Leine holen, hat man schon gewonnen. Es springt mindestens eine große Gassirunde raus!!! Verwundert realisieren sie dann, dass man gar nicht so dringend musste, aber dann sind wir schon unterwegs ;-)
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Die Sache mit der Langeweile II
| Ich liege nicht einfach so rum - ich arbeite |
Wenn wir rumliegen und es so aussieht, als ob wir nichts tun, hüten wir zum Beispiel Haus und Hof, inklusive Schildkröten und Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde, und dem Gelände außen rum, soweit das Briardauge reicht.
Wenn wir rumliegen und es so aussieht, als ob wir nichts tun, verdauen wir zum Beispiel das hartverdiente Frühstück, denn wir haben ja die ganze Nacht Haus und Hof, inklusive Schildkröten und Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde, und dem Gelände außen rum, soweit das Briardauge reicht, gehütet.
Wenn wir rumliegen und nichts tun, ruhen wir uns zum Beispiel von dem ganzen Streß aus, der durch das Hüten von Haus und Hof, inklusive Schildkröten und Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde, und dem Gelände außen rum, soweit das Briardauge reicht, verursacht wird.
Wenn wir rumliegen und es so aussieht, als ob wir nichts tun, tragen wir zum Beispiel die Verantwortung, daß Haus und Hof, inklusive Schildkröten und Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde, und dem Gelände außen rum, soweit das Briardauge reicht, noch da sind, wenn die geschätzten Dosenfutterverdiener wieder zu Haus und Hof, inklusive Schildkröten und Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde, und dem Gelände außen rum, soweit das Briardauge reicht, nach Hause kommen wollen.
Wenn wir rumliegen und es so aussieht, als ob wir nichts tun, trifft es uns zum Beispiel hart, wenn die geschätzten Dosenfutterverdiener, beim Nachhausekommen in Haus und Hof, inklusive Schildkröten und Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde, und dem Gelände außen rum, soweit das Briardauge reicht, welche von uns mühsam bewacht und gehütet wurden, Äusserungen wie "na Dicker, fertig mit dem Schläfchen?" und "alte Schlafmütze, heb den faulen Kadaver, wir gehen Gassi" und "ganzen Tag gepennt, was?" zu hören kriegen!
Das ist unsensibel und nicht der Wahrheit entsprechend!!!!!!
Eigentlich hätten die Zweibeiner sehen müssen, wie hart wir arbeiten, wenn es so aussieht, als ob wir nur rumliegen und nichts tun.... schließlich sind Haus und Hof, inklusive Schildkröten und Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde, und dem Gelände außen rum, soweit das Briardauge reicht, noch da!!!!!
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